Frau sitzt vor einem Laptop mit einem Headset auf dem Kopf Amazon

Steffi Greuel 8 Minuten

Amazon Inventory Management integrieren: Exakte und effiziente Prozesse für Ihr Business

Onlinemarktplätze wie Amazon & Co. sind bei ihren Kunden deshalb so beliebt, weil sie neben einer großen Produktauswahl ein besonders bequemes Einkaufserlebnis bieten: Mit wenigen Klicks ist der Wunschartikel im Warenkorb und der Bestellprozess abgewickelt. Kurze Zeit später, mitunter schon am nächsten Tag, hält der Kunde seine Ware in den Händen.

Diesen Qualitätsansprüchen jederzeit gerecht zu werden, stellt die Händler in Sachen Inventory Management täglich vor Herausforderungen. Innerhalb kürzester Zeit muss das Produkt im Lager ausfindig gemacht, verpackt, kommissioniert und versandt werden. Dabei sollten die Unternehmen ihre Bestände zu jedem Zeitpunkt im Blick behalten. Wer etwas verkauft, was gar nicht mehr verfügbar ist, muss mit unzufriedenen Kunden und einem potenziellen Imageschaden für sein Unternehmen rechnen.

Damit Sie vor diesen und anderen Problemen gefeit sind, zeigen wir Ihnen in diesem Beitrag, wie Sie Ihr Amazon Inventory Management mit Microsoft Dynamics integrieren und automatisieren können.

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Exkurs: Unterschiede zwischen FBM und FBA

Für den Fall, dass Ihnen die Begriffe FBM und FBA nicht geläufig sind, hier eine kurze Unterscheidung der beiden.

FBM = Fulfillment by Merchant: Das Akronym FBM steht für Fulfillment by Merchant und meint, dass Händler ihre Produkte zwar über den Amazon Marketplace anbieten, die Abwicklung des Versandprozesses aber eigenständig durchführen.

FBA = Fulfillment by Amazon: Händler, die Amazons FBA (Fulfillment by Amazon) nutzen, lagern das Fulfillment an den Konzern aus. Im Falle einer Bestellung wird die Ware durch Amazon kommissioniert und versendet.

Lesetipp: Für mehr Informationen zum Thema FBA vs. FBM empfehlen wir Ihnen diesen Blogbeitrag.

Manuelles Bestandsmanagement als Flaschenhals

Nicht wenige E-Commerce-Unternehmen betrachten den Amazon Marketplace als ihren wichtigsten Verkaufskanal, da sich mit der Reichweite der Plattform eine Menge Verkäufe und damit entsprechende Umsätze generieren lassen. Das heißt aber nicht, dass es neben diesem nicht noch weitere Kanäle geben kann. Damit es nicht zu Fehlbeständen kommt, müssen Händler ihre Bestände bei Amazon (bei Nutzung des FBA-Programms) und / oder in ihrer eigenen Warenwirtschaft synchronisieren.

Um sämtliche Warenein- und -ausgänge zu überwachen, setzen Händler und Hersteller für gewöhnlich auf ERP-Systeme (= Enterprise Resource Planning) wie Microsoft Dynamics 365. Damit das ERP seinen Nutzen voll entfalten kann, müssen Sie Ihr Amazon Business nahtlos in dieses integrieren. Ein händisches Inventory Management ist aufgrund des hohen Zeitaufwands nicht sinnvoll und kann sich schnell zum Flaschenhals Ihres Unternehmens entwickeln.

Neben einem hohen Arbeitsaufwand zieht die manuelle Bestandsverwaltung noch weitere Probleme nach sich:

Mangelnde Übersicht: Wenn Sie der Entwicklung Ihrer Lagerbestände aufgrund manueller Prozesse nur hinterherlaufen, können Sie nur schwer exakte Aussagen darüber treffen, welche Artikel tatsächlich noch verfügbar sind, und welche nachbestellt werden müssen.

Über- oder Fehlbestände: Ohne eine automatisierte Bestandsverwaltung kann es schwierig sein, den Bestand auf dem optimalen Niveau zu halten. Sie könnten möglicherweise zu viel oder zu wenig Lagerbestand haben, was zu erhöhten Lagerkosten oder verpassten Verkaufschancen führen kann.

Manuelle Fehler: Manuelle Prozesse beinhalten ein hohes Fehlerrisiko. Womöglich werden Warenflüsse nicht korrekt verbucht, Bestellungen bleiben unbearbeitet oder Sie versenden die falschen Artikel. Automatisierte Standardprozesse können diesen Fehlern vorbeugen.

Schlechte Kundenbewertungen: Wo immer es zu Fehlern im Bestellprozess kommt, sind unzufriedene Kunden nicht weit. Diese machen ihrem Ärger häufig in den Rezensionen Luft und können so dem Image Ihres Unternehmens schaden.

Ineffiziente Lagernutzung: Manuelle Prozesse sorgen selten dafür, dass Lagerflächen effizient genutzt werden, was zu langen Transportwegen und unnötigen Lagerkosten führen kann. Inventory Management hilft dabei, vorhandene Lagerflächen so effizient wie möglich zu nutzen.

Das bietet eine Integration Ihres Amazon Inventory Managements

Aus den Problemen, die bei einer manuellen Übertragung Ihrer Amazon-Warenströme auftreten können, ergeben sich Gründe für eine direkte Integration in Ihr ERP.

Aussagekräftige Bestandsüberwachung und Reportings

Mithilfe einer Integration Ihres Bestandsmanagements lassen sich Ihre Lagerbestände in Echtzeit überwachen und Sie werden informiert, wenn Ihre Amazon-Bestände niedrig sind. So wissen Sie genau, wann Sie welche Artikel nachbestellen müssen. Aus den genauen Zahlen lassen sich auch betriebswirtschaftliche Entscheidungen ableiten, welche Produkte besonders rentabel sind und welche eine unnötige Kapitalbindung und Lagerkosten verursachen.

Produktivitätssteigerung

Manuelle Prozesse binden Ressourcen, die Ihnen Dank der Automatisierung Ihres integrierten Inventory Managements wieder zur Verfügung stehen und anderweitig genutzt werden können, was Ihr Unternehmen insgesamt produktiver macht.

Verbessertes Kundenerlebnis

Da es seltener zu Fehlern kommt und Bestellprozesse beschleunigt werden können, wird sich die Automatisierung auch auf Kundenseite positiv auswirken. Auch wenn kurze und reibungslose Versandprozesse im E-Commerce inzwischen eher ein Hygienefaktor sind, honorieren Besteller ihr positives Einkaufserlebnis gelegentlich mit guten Rezensionen.

Skalierbarkeit

Die Integration Ihres Amazon Inventory Managements und die damit einhergehende Automatisierung machen Ihr Unternehmen überhaupt erst wachstumsfähig und versetzt Sie in die Lage, das Potenzial des Onlinemarktplatzes auszuschöpfen.

Transparenz

Eine automatische Integration sorgt für mehr Transparenz über Ihre Bestände. Insbesondere FBA-Händlern fällt es oft schwer, diese genau zu erfassen. Eine Anbindung an Ihr ERP ermöglicht die Echtzeit-Synchronisation zwischen Warenwirtschaft und Amazon Seller Central, sodass Ihnen kein Warenfluss mehr entgeht.

Amazon Marketplace Connector: Mehr Kontrolle über Ihr Inventar

Mit dem Amazon Marketplace Connector von ESYON können Sie Ihr Amazon Business nahtlos und ohne jede Middleware in Microsoft Dynamics 365 integrieren und profitieren von den Vorteilen eines automatisierten Inventory Managements.

Wir haben vor kurzem einen Release mit neuen Funktionen für den Amazon Marketplace Connector veröffentlicht. Welche Neuerungen es gibt, lesen Sie in diesem Beitrag.

Bestandsbewegungen kontrollieren

Das Inventory Movement lässt Sie Ihren Bestand jederzeit kontrollieren und verschafft Ihnen einen Überblick über den Lagerbestand in Ihrem Unternehmen und sorgt für ein tieferes Verständnis Ihrer Warenströme. Die Aktualisierung erfolgt in Echtzeit, sodass Sie Trends, wie z. B. drohende Bestandslücken, rechtzeitig erkennen und entsprechende Maßnahmen ergreifen können.

Automatisierung von Anpassungs- und Retouren

Mithilfe unserer Integration können Sie Import, Erstellung und Verbuchung von Anpassungsereignissen und Retouren automatisieren. Das spart wertvolle Zeit sowie Ressourcen und erhöht die Genauigkeit und Effizienz Ihrer Bestandsverwaltung.

Automatisierung von Retouren

Auch die Verwaltung von Retouren geschieht mit unserer Lösung vollautomatisch. Sobald ein Kunde beschließt, ein Produkt zurückzusenden, erhält unser Connector diese Information aus dem Seller Central und erstellt einen Rücksendeauftrag. Der Artikel wird zunächst als Ausschuss betrachtet und dem Inventar wieder hinzugefügt, sobald er im Amazon-Lager eintrifft und wieder verkauft werden kann. Verschwundene oder beschädigte Produkte werden dem Bestand nicht wieder dazu addiert.

Transparenz für FBA-Händler

Wenn Sie Ihr Fulfillment mithilfe von Amazons FBA-Programm outsourcen, kann der AMC für die notwendige Transparenz im Bestandsmanagement sorgen. Geht der Bestand zuneige, können Sie über das Seller Central eine Nachbestellung auslösen. Diese wird in den Connector importiert und ein Transportauftrag erstellt. Sobald die Ware bei Amazon eintrifft, wird der Bestand über ein virtuelles FBA-Lager in Microsoft Dynamics verbucht. Sollte die Ware bei der Sendung verlorengehen oder beschädigt werden, lassen sich auch Teilmengen verbuchen.

FAQ zum Thema Amazon Inventory Management

Was ist Inventory Management?

Inventory Management ist die Planung und Kontrolle von Warenbeständen eines Unternehmens. Es umfasst die Verwaltung der Warenbestände von der Beschaffung bis zur Lieferung an den Endkunden. Das Ziel des Inventory Managements ist es, den Warenbestand auf einem optimalen Niveau zu halten, um die Kundenzufriedenheit zu gewährleisten und gleichzeitig die Kosten für die Lagerhaltung zu minimieren.

Welche Herausforderungen gibt es beim Amazon Inventory Management?

Der Verkauf auf Amazon ist vor allem von einem schnelllebigen und wettbewerbsintensiven Umfeld gekennzeichnet. Ein zügiger Versandprozess stellt für die Kunden eher einen Hygienefaktor dar, der nur selten für positive Rezensionen sorgt. Sollte bei der Bestellabwicklung hingegen etwas schiefgehen, haben es die Kunden sehr leicht, ihren Ärger öffentlich zu machen, was dem Image des Unternehmens schaden kann. Erschwerend hinzukommt, dass das FBA-Programm sehr intransparent ist und Händler den Überblick über ihre Warenströme schnell verlieren können. Hier braucht es integrierte Lösungen, die für Übersichtlichkeit sorgen.

Wie kann ich mein Amazon Inventory Management optimieren?

Damit Sie das volle Potenzial des Amazon Marketplace als Verkaufskanal ausschöpfen können, sollten Sie Ihre Bestandsverwaltung in ein ERP überführen und automatisieren. Ein ERP, das dafür bestens geeignet ist, ist Microsoft Dynamics 365. Mit dem Amazon Marketplace Connector von ESYON können Sie Ihr Amazon Business in das ERP-System integrieren und zahlreiche Prozesse des Inventory Managements überwachen und automatisieren.

Amazom pickup & returns Gebäude
Neue Funktionen für den Amazon Marketplace Connector: Mehr Kontrolle über Ihr Business

Intransparenz und mangelnde Kontrolle sind zwei der größten Herausforderungen unserer Kunden im Umgang mit dem Amazon Marketplace. Damit Sie diesen Problemen Herr werden und mehr Übersichtlichkeit über Ihre Verkäufe erlangen, haben wir unserem Amazon Marktplace Connector eine Reihe neuer Funktionen hinzugefügt. Welche das sind, stellen wir Ihnen in diesem Beitrag einmal vor.

Mensch schreibt in ein Notizbuch
Amazon-Probleme: Die 5 größten Herausforderungen für Verkäufer

Der Verkauf auf Amazon gilt als einfach und chancenreich. Die Plattformen hält einige unterstützende Funktionen für Amazon-Seller bereit, bietet ein einmaliges Logistiknetzwerk und verfügt über eine riesige, weltweite Reichweite. Dennoch werden Verkäufer natürlich auch mit der ein oder anderen Herausforderung konfrontiert. Diese wurden unter anderem im Amazon Vendor Survey Report 2022 von Pattern erfasst und machen deutlich: Händler haben die größten Probleme bei Amazon im Bereich Verwaltung: Bestand, Aufträge, Kundendaten, Retouren & Co.

In diesem Artikel beschreiben wir einige der häufigsten Schwierigkeiten, die beim Verkauf auf Amazon auftreten, und zeigen Ihnen, wie Sie diese in Zukunft beseitigen können.

Pakete mit Einkaufswagen bedruckt liegen auf einer Tastatur
Amazon FBA vs. FBM: Worauf Händler in der aktuellen Situation setzen sollten

Vertreiben Händler ihre Waren über den Marktplatz Amazon, müssen sich diese früher oder später für ein Fulfillment-System entscheiden. Auf dem Marktplatz kann der Händler zwischen Fulfillment by Amazon (FBA) und dem Fulfillment by Merchant (FBM) wählen. Dabei hat sich über die Jahre die Fulfillment-Methode by Amazon bei den Marktplatz-Händlern etabliert. Allerdings gewinnt auch Fulfillment by Merchant, ganz besonders in der aktuellen Situation, immer mehr Interessenten und Anhänger. Wie Amazon mitteilte, reichen die hauseigenen Kapazitäten für Lager und Logistik nicht mehr aus und es wird geraten auf FBM zu setzen. Welches Fulfillment-System für Händler nun das Beste ist und wie man durch automatisierte Lösungen erfolgreich auf den Markplätzen performt, haben wir im Blog zusammengefasst.