Häufige Fragen zu PIM-Systemen
Ein PIM-System (Product Information Management) ist die zentrale Stelle, an der ein Unternehmen seine Produktinformationen pflegt und von der aus sie an Onlineshop, Marktplätze, Kataloge und Vertriebsunterlagen gehen. Dazu gehören Produkttexte, technische Merkmale, Bilder, Dokumente, Varianten, Klassifikationen und Übersetzungen. Kaufmännische Daten wie Preise, Bestände und Aufträge bleiben dagegen im ERP. Eine Änderung wird im PIM-System einmal gepflegt und erscheint danach in allen angebundenen Kanälen.
Ein PIM-System lohnt sich, sobald mehrere dieser Punkte zusammenkommen: ein Sortiment mit vielen Varianten und technischen Merkmalen, mehrere Verkaufskanäle, Inhalte in verschiedenen Sprachen, häufige Änderungen und Abteilungen, die dieselben Angaben pflegen. Typische Anzeichen sind Text- oder Preisänderungen, die in mehreren Systemen von Hand nachgezogen werden, und Shops, in denen andere Angaben stehen als im Katalog.
Eine PIM-Einführung bei ESYON läuft in fünf Schritten: Bedarf und Datenqualität aufnehmen, das passende System auswählen, das Datenmodell mit Attributen, Varianten und Klassifikationen aufbauen, Shop und ERP anbinden und danach den Betrieb begleiten. Wie lange die Einführung dauert, hängt vom Sortiment, von der Zahl der Kanäle und von der Qualität der vorhandenen Daten ab.
Vor der Implementierung eines PIM-Systems sollten drei Dinge geklärt sein: welches System welche Daten führt, wer welche Angaben pflegt und freigibt und wie sauber die vorhandenen Produktdaten sind. Fehlt diese Klärung, bildet das PIM-System die alten Abläufe nur nach. Hilfreich ist außerdem, die Anforderungen der Kanäle früh zu sammeln, denn ein Marktplatz verlangt andere Pflichtfelder als der eigene Shop. Eine Anforderungsliste erleichtert anschließend den Vergleich der Systeme.
PIM-System und ERP teilen sich die Produktdaten nach Zuständigkeit: Das ERP führt Artikelnummern, Preise, Bestände und Aufträge, das PIM-System ergänzt Texte, Merkmale, Medien und Übersetzungen. Eine Schnittstelle überträgt die Stammdaten aus dem ERP ins PIM-System, wo sie angereichert und an die Kanäle ausgegeben werden. Das ERP wird also nicht ersetzt. In ESYON-Projekten ist das ERP häufig MS Dynamics 365. PIM-Projekte mit ERP-Anbindung hat ESYON unter anderem bei Wentronic und der Bachofen AG umgesetzt.
ESYON setzt zwei PIM-Systeme ein: Perfion PIM von Boyum IT und Truvio (ehemals Dynamicweb). Perfion PIM ist ein eigenständiges PIM-System neben Shop und ERP und passt, wenn das bestehende Shopsystem bleiben soll. Truvio verbindet PIM, E-Commerce und CMS in einer Plattform und eignet sich, wenn Shop und PIM gemeinsam entstehen, besonders mit MS Dynamics 365 Business Central. Welches System passt, klärt ESYON in der PIM-Beratung herstellerneutral. Bei Boyum IT ist ESYON Goldpartner.

